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INVESTMENTFONDS
Dieser Euro-Rentenfonds investiert in Staatsanleihen der Euro-Länder oder in Festgelder. Seit seiner Auflegung konnte er die starken Zinssenkungen der Jahre 1995 bis 1998 gut nutzen und den Zinsanstieg des Jahres 1999 weitgehend vermeiden.
In den volatilen Seitwärtsphasen der Jahre 2001 und 2002 musste er zwar einen Teil seines Vorsprungs wieder abgeben, da sich die damaligen Absicherungen im Nachhinein als unnötig herausstellten. Insgesamt hat er aber eine gute Rendite erwirtschaftet, ohne dass eine Hauptstärke des Konzeptes bisher wirklich benötigt wurde: die Erhaltung des Kapitals in Zeiten stark steigender Zinsen.
| Graph Rücknahmepreis: |
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| Fondsname | TC-Univ.-Fonds-EU-Bond |
| Fondswährung | EUR |
| Kenn-Nr. | ISIN DE0009767236 |
| Reuters / Bloomberg | UIGE / TREUEUR |
| KAG / Land | Universal Inv., D |
| Depotbank / Land | Hauck & Aufhäuser, D |
| Auflegung / Übernahme | 20.04.1995 |
| Anlageschwerpunkt | Europ. Staatsanleihen |
| Rückn. / ZG. | 51,72 / 0,30 |
| Drawdown Akt./ Hist. | 2,21% / 2,02% |
| Perf. lfd. J. / 1 KJ./ s. Aufl. | -0,06% / -0,75% / 87,60% |
| Ausschüttung / Datum | 1,00 / 15.11.11 |
Um die Erfolgswahrscheinlichkeit der Stop-Loss-Strategie im historischen Kontext besser einschätzen zu können, hat TrendConcept auch im Rentenbereich langfristige Studien erstellt und die Performance in verschiedenen Zeitfenstern mit einer Buy&Hold-Strategie verglichen. Dabei wurde das Trendsystem nicht rückwirkend für die historischen Zeitfenster optimiert, sondern die in den letzten Jahren verwendeten Parameter auch für die früheren Zeitfenster verwendet.
Das Chart zeigt z. B. die Entwicklung der Rendite von US-Staatsanleihen seit 1900. Der US-Markt ist heute der Leitmarkt im Bereich internationaler Festverzinslicher und weist eine gute historische Datenqualität auf. Man erkennt bis ca. 1920 ein leicht steigendes Zinsniveau ohne die typischen zyklischen Schwankungen, wie sie frei schwankende Märkte normalerweise innerhalb des übergeordneten Trends besitzen. In den 20er und 30er Jahren schließt sich ein Zinssenkungstrend an, immer noch gekennzeichnet von relativ geringen zyklischen Schwankungen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg läuft während der 50er, 60er und 70er Jahre ein Zinssteigerungstrend ab, der bereits die typischen Merkmale untergeordneter Zyklen aufweist. Deren Bewegungen dauern im Trend ca. zwei bis drei Jahren, die Gegenbewegungen im Schnitt ca. ein Jahr. Dieser langfristige Zinstrend endet zu Beginn der 80er Jahre in einer Übertreibungsphase, die von den Bewegungsmerkmalen her mit der „Aktienbubble“ von 1999/2000 vergleichbar ist.
Mitte der 80er Jahre wird diese „Zinsbubble“ auf ihr Ausbruchsniveau korrigiert und mündet dann in einen Zinssenkungstrend, dessen untergeordnete zyklische Schwankungen etwas ausgeprägter ausfallen als in den 50er bis 70er Jahren, prinzipiell aber vergleichbar sind. Nur sind es diesmal die Zinsanstiege, die als Gegenbewegung im Trend kurz und heftig ausfallen, während die Zinssenkungsphasen im Trend länger andauern. Am rechten Rand des Betrachtungszeitraums findet sich die gegenwärtig weit fortgeschrittene Zinssenkungsphase.
Chart: Langfristige Zinsentwicklung

Die erste Zinsanstiegsphase sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, denn ein solch flacher Verlauf ohne jegliche Gegenbewegungen ist im heutigen System freier Preisbildung an den Kapitalmärkten nicht mehr zu erwarten. Typischer ist da schon die Zinssenkungsphase im Zyklus 1: Während einer klaren Trendbewegung kann die Stop-Loss-Strategie die Marktentwicklung zum größten Teil nachvollziehen, kleinere (im Nachhinein unnötige) Absicherungsphasen führen jedoch per saldo zu Partizipationsraten zwischen 70 und 90%.
Die zweite große Zinsanstiegsphase zeigt in typischer Weise die vorteilhafte Funktion der Stop-Loss-Strategie: Verlustphasen mit steigenden Kapitalmarktrenditen werden zum größten Teil vermieden und die Kapitalbasis bewahrt. Dies führt dazu, dass die nachfolgenden positiven Phasen mit einer höheren Kapitalbasis genutzt werden können und sich der Vorteil der Stop-Loss-Strategie im langfristigen Bild ausbauen kann.
Die Entwicklung Anfang der 80er Jahre zeigt dieses Prinzip wie unter einer Lupe: Obwohl ein Bondanleger in dieser Zeit zweistellige Kupons vereinnahmen konnte, musste die Buy&Hold-Strategie innerhalb von nur zwei Jahren (total return) Verluste in Höhe von 23% hinnehmen. Die Stop-Loss-Strategie konnte dies vermeiden und die damals ebenfalls stattlichen Geldmarktzinsen verdienen. Auch wenn man die „Zinsbubble“ der 80er Jahre bis auf Weiteres als ein singuläres Ereignis betrachten kann, sollte man die Stop-Loss-Strategie als eine sinnvolle Versicherung hierfür betrachten - zumal die Vorteile in "normalen" Zinsanstiegsphasen als Begründung dieser Vorgehensweise bereits ausreichend sind.
Chart: Strategie-Vergleich Zinsbubble

(indexiert auf 100 per Januar 1980)
Seit Mitte der 80er Jahre besteht nun die große Zinssenkungsphase des zweiten Zyklus. Gegenüber dem ersten Zyklus haben sowohl der langfristige Fallwinkel als auch die Amplitude der untergeordneten Zyklen zugenommen, was sich für die Stop-Loss-Strategie per saldo positiv auswirkt.
Die typischen Reibungsverluste kleinerer Fehlsignale sind zwar nach wie vor vorhanden und drücken die Partizipationsraten unter 100%, die untergeordneten Gegenbewegungen der Jahre 1994 und 1999 kompensierten dies jedoch weitgehend. Dies führte dazu, dass der Buy&Hold-Anleger - trotz seines höheren Risikos - per saldo kaum einen Vorteil gegenüber der Stop-Loss-Strategie herausarbeiten konnte. Erst in den letzten zwei bis drei Jahren ist wieder ein kleiner Vorsprung zu sehen.
Insgesamt gesehen bestätigen sich auch über den langen Zeitraum die Ergebnisse, die TrendConcept aus mittelfristigen Untersuchungen gewonnen hat. Bis auf die erste Zinsanstiegsphase, die vom Charakter her nicht mit den modernen Märkten vergleichbar ist, führen in den anderen Zeitfenstern die Stärken der Verlustvermeidung und des Kapitalerhalts zu einer beachtlichen Outperformance im Zinsanstieg, der eine kleinere Underperformance bei Zinssenkungen gegenübersteht.
Ganz eindeutig wird das Urteil jedoch in der Betrachtung der risikoadjustierten Rendite. In keinem der betrachteten Zeiträume wird der Buy&Hold-Anleger für sein höheres Risiko im Vergleich zur Stop-Loss-Strategie auch entsprechend höher entlohnt. Die Sharpe-Ratio der Strategie liegt im Durchschnitt doppelt so hoch und die maximalen Verlustperioden betragen nur etwa ein Drittel der Markteinbußen.
Chart: Strategie-Vergleich Zinszyklus 2 (seit 1950)

(indexiert auf 100 per Januar 1950)
Wie sehen nun die Erfolgsaussichten für die Stop-Loss-Strategie am aktuellen Rand des Betrachtungszeitraumes aus? Auch wenn es nicht möglich ist, die Zinswende wirklich zu prognostizieren, so deuten die bisherige Dauer und das Ausmaß der laufenden Bewegung darauf hin, dass wir uns in einer Spätphase befinden - und zwar sowohl hinsichtlich des großen als auch des untergeordneten Zinssenkungstrends.
Die Wahrscheinlichkeit einer kommenden Zinsanstiegsphase dürfte also in den nächsten Jahren immer weiter ansteigen und damit auch die relativen Performanceaussichten für die Stop-Loss-Strategie im Rentenbereich. Mitte der neunziger Jahre konnte TrendConcept in den damals bereits laufenden Fonds zeigen, dass sich durch die Vermeidung eines untergeordneten Zinsanstiegtrends bereits eine Outperformance erzielen lässt. Wie drastisch positiv sich eine konsequente sicherheitsorientierte Stop-Loss-Strategie in einem großen Trend auswirkt, zeigen die Ergebnisse im Aktienbereich der vergangenen Jahre.
Während die TrendConcept-Anleger vom nächsten Aufschwung mit einer nur wenig geschmälerten Basis profitieren können, werden Buy&Hold-Anleger wahrscheinlich die nächsten beiden positiven Jahre benötigen, um zunächst ihren Verlust aufzuholen. Im Rentenbereich ist eine solche Entwicklung zwar noch nicht zu sehen, dennoch warnen Experten bereits vor einer Übertreibungsphase. Dies mag derzeit noch verfrüht sein, aber zumindest die US-Notenbank hat mit Zinserhöhungen das mögliche Ende des Zinsabwärtstrends eingeläutet. Somit könnte damit bereits der Grundstein für eine große Zinswende gelegt sein. Auch durch wachsende Geldmengenerhöhungen in den vergangenen Jahren entstehen Inflationsgefahren, die zu Zinserhöhungen führen können.
In dieser Situation wird eine sicherheitsorientierte Stop-Loss-Strategie nicht nur "nice to have" sein - dann wird es entscheidend sein, diesem Ansatz ein hohes Gewicht innerhalb des Policy-Mix im Anlagemanagement einzuräumen.
Tabelle: Performance und Risikokennziffern
| Strategie- Vergleich | Performance p. a | Volatilität p.a. | Sharpe-Ratio | Max. Loss | ||||
| Strategie | Buy&Hold | Strategie | Buy&Hold | Strategie | Buy & Hold | Strategie | Buy&Hold | |
| 1990 - 1920 | 2,53% | 2,67% | 0,57% | 1,32% | 22% | 20% | -1,55% | -5,86% |
| 1920 - 1950 | 3,27% | 3,75% | 1,67% | 2,23% | 74% | 77% | -1,86% | -5,99% |
| 1950 - 1980 | 4,14% | 2,82% | 2,10% | 3,33% | -2% | -41% | -2,79% | -7,17% |
| 1980 - 1985 | 16,89% | 10,68% | 8,83% | 14,40% | 61% | -5% | -7,57% | -22,35% |
| 1985 - 2010 | 7,73% | 8,40% | 15,01% | 16,21% | 22% | 25% | -7,98% | -11,05% |
| 1900 - 2010 | 5,02%% | 4,62% | 5,02% | 6,09% | 26% | 15% | -7,57% | -23,35% |